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Es werden Posts vom Januar, 2022 angezeigt.

Seltene Enten

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Inzwischen sind zwei Wochen seit dem letzten Update vergangen. In der Zwischenzeit sind weitere 23 Arten auf meine Big Year-Liste gekommen, davon sieben allerdings nur außerhalb von Hamburg. Unter diesen 23 Arten befinden sich einige richtig gute Arten, es gab aber auch die ersten schmerzhaften Misserfolge. Aber immer der Reihe nach... Momentan kartiere ich alle zwei Wochen Gastvögel südlich von Hamburg. Auf dem Rückweg von so einer Kartierung habe ich neulich einen kurzen Stopp an der Elbe beim Fähranleger Hoopte auf niedersächsischer Seite eingelegt, wo sich seit einigen Wochen ein Mittelsäger aufhält. Diese Art ist allgemein im Hamburger Raum relativ selten und taucht unregelmäßig und meist nur für kurze Zeit auf Elbe oder Außenalster auf. Seit 2018 gibt es jedoch offenbar einen Vogel, den es jeden Winter zurück an diesen Elbabschnitt verschlägt, so dass die Art einigermaßen berechenbar für mein Big Year wurde. Nach kurzer Suche fand ich ihn schließlich im Verbund mit ...

Der erste echte Birding-Tag

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Birding hat eine Eigenschaft, die gleichzeitig Segen und Fluch ist: Birden kann man immer und überall. Mich als Birder freut das natürlich sehr. In meinem Umfeld kann das allerdings auch immer mal wieder die Nerven strapazieren, denn bei jedem Spaziergang oder auch nur beim aus dem Fenster gucken nehme ich alle Vögel um mich herum wahr und wenn da was Spannendes dabei ist (und am Anfang des Jahres sind ALLE Arten sehr spannend, sogar Straßentauben), dann kann es passieren, dass ich ohne Vorwarnung stehenbleibe oder plötzlich woanders hingucke. Natürlich versuche ich es dieses Verhalten auf ein akzeptables Maß herunterzufahren, trotzdem konnte ich in den ersten sieben Tagen des Jahres 2022 44 Vogelarten beobachten, ohne ein einziges Mal wirklich birden gewesen zu sein. Mit Ausnahme der Vögel vom Sterntaucher waren alle Vögel bislang mehr oder weniger Zufallsbeobachtungen bei Spaziergängen oder z.B. auf dem Weg zum Arzt.  Eine neue Hamburgart für mich, leider nicht zählbar: Die Warze...

Der erste Twitch

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Eigentlich wollte ich erst am kommenden Samstag so richtig ins Big Year starten, doch dann kam heute pünktlich zur Mittagspause eine Nachricht in der Hamburger Orni-WhatsApp-Gruppe und wenige Minuten später saß ich im Auto. Auf einem Baggersee in Billbrook hatte ein Freund einen Sterntaucher entdeckt, definitiv keine alltägliche Art in Hamburg. In den meisten Jahren tauchen nur ein oder zwei Vögel auf, manchmal gar keine und häufig sind die Vögel nicht oder nur kurz twitchbar. Zum Beispiel, wenn sie auf der Außenalster landen, dort aber von den vielen Segelbooten nach wenigen Stunden verscheucht werden oder wenn sie im Mühlenberger Loch, ganz am anderen Ende der Stadt herumschwimmen. Nach 20 Minuten Fahrt war ich angekommen und direkt der erste Vogel, den ich auf dem Wasser schwimmen sah, war der erhoffte Sterntaucher. Aufgrund der eher großen Distanz und der suboptimalen Lichtverhältnisse schoss ich nur ein paar Fotos per Handy durch's Spektiv und eine halbe Stunde späte...

Auf geht's

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Das Jahr 2022 war gerade Mal eine halbe Minute alt, da flog eine ungewöhnliche Kombi aus Graugänsen, Stockenten und Ringeltauben vom Silvestergeböller aufgeschreckt über mich und meine Freunde hinweg. Abgesehen von einem Peak rund um Mitternacht dürften sich die Hamburger Vögel dieses Jahr aber über ein wesentlich (!) ruhigeres Silvester als sonst gefreut haben. Eigentlich war Feuerwerk dieses Jahr ja komplett verboten und die Vorvorjahresreserven dürften bei den meisten Knallfröschen größtenteils aufgebraucht gewesen sein. Für mein Big Year ist dieser Hattrick hoffentlich ein gutes Omen. Ausgeschlafen ging es dann am frühen Nachmittag durch den Hamburger Stadtpark, wo die einzige Zielart des Tages, ein Waldkauz, verschlafen aus ihrer Höhle blickte.    Waldkauz im Hamburger Stadtpark Mit Kernbeißer, Rotdrossel und co. war der Plan erstmal langsam die Standardarten auf die Jahresliste zu bekommen und am Ende des Tages hatte ich bereits 32 Arten geloggt. Das Big Year geht unspek...