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Bergfest!

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Inzwischen haben mich einige Rückmeldungen zu den Braut- und Mandarinenten erreicht. Der Grundtenor davon war, dass ich nicht allzu streng sein soll und ich die Vögel ruhig zählen kann, was ich dann jetzt wohl auch machen werde. Direkt im Anschluss kam ich noch in Neugraben vorbei, wo ich mir eine Rebhuhn-Sichtung erhoffte. Das klappte zwar leider nicht, dafür gab es aber zwei andere Überraschungen, die nicht so ganz zur Jahreszeit passen: Ein überwintendes Schwarzkehlchen in Neugraben war durchaus überraschend... ...noch überraschender war es allerdings einen 20er-Trupp von 20 Girlitzen zu finden Diese Waldohreule in Stade saß leider ein paar Kilometer außerhalb des Berichtsgebiets Im Anschluss fuhr ich noch zur Bunthäuser Spitze, womöglich der beste Spot in Hamburg um Bartmeisen zu sehen. Tatsächlich stellte sich dieser Abstecher trotz einbrechender Dunkelheit als voller Erfolg heraus, denn abgesehen von einer Bartmeise, sah ich noch eine Wasserralle und zwei Waldschnepfen. Zwar all...

To count ot not to count? That is the question!

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Winter ist ganz offensichtlich Entenzeit. Wie schon in den letzten drei Postings, wird dieser Beitrag vor allem Entenbildern geziert werden. Wieder geht es um sehr hübsche Enten, diesmal auch zu einhundert Prozent auf Hamburger Boden. Diesmal habe ich allerdings eine Frage an euch, denn ich bin mir nicht sicher, wie ich mit ihnen umgehen soll. Auf dem Heimweg von einer Kartierung bei Stade kam ich durch Francop. Da hier in den letzten Jahren regelmäßig Braut- und Mandarinenten beobachtet wurden, hielt ich am Brackenburger Brack an und fand sofort die gesuchten Vögel. Leider sind einige Hamburger Stadtteile südlich der Elbe äußerst schlecht durch Vogelbeobachter abgedeckt und so handelt es sich um die erste Meldung von Brautenten in Hamburg für das Jahr. Ganz generell kann man wohl sagen, dass das Wissen zum Vorkommen dieser Arten in Hamburg eher schlecht ist. Brautenten konnte ich in Hamburg bereits in drei Regionen beobachten: Noch vor meiner eigentlich Birdingzeit irgendwann in den 2...

Schlechtes Timing

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In den letzten zwei Wochen hat es nur eine einzige Art auf meine Big Year-Liste geschafft. Am Klärwerk Köhlbrandhöft hatte ich eigentlich auf eine Gebirgsstelze oder Heringsmöwe gehofft, stattdessen fand ich Stare, die Klärwerkskarussell fuhren. Das war zwar lustig anzuschauen, davon abgesehen heißt es jetzt aber seit inzwischen 13 Tagen: Nichts, nada, niente.  Für die Arbeit hocke ich derzeit fast nur vor dem PC im Home Office. Ich freue schon tierisch darauf, dass die Kartierungssaison bald endlich wieder losgeht. Am Samstag hab ich dann halbwegs spontan entschlossen, dass ich mir die prächtige Prachteiderente bei Kühlungsborn nicht entgehen lassen kann. Das brachte mir zwar eine tolle Beobachtung von eben jener Ente, aber eben nichts für meine Big Year-Liste.  Ein wirklich herrlich anzuschauender Vogel! Das Wetter hätte ein bisschen freundlicher sein dürfen... Mir war gar nicht klar, dass Prachteiderenten so ein V an der Kehle haben Eisente im Flug Mein erstes halbwegs pass...

Seltene Enten

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Inzwischen sind zwei Wochen seit dem letzten Update vergangen. In der Zwischenzeit sind weitere 23 Arten auf meine Big Year-Liste gekommen, davon sieben allerdings nur außerhalb von Hamburg. Unter diesen 23 Arten befinden sich einige richtig gute Arten, es gab aber auch die ersten schmerzhaften Misserfolge. Aber immer der Reihe nach... Momentan kartiere ich alle zwei Wochen Gastvögel südlich von Hamburg. Auf dem Rückweg von so einer Kartierung habe ich neulich einen kurzen Stopp an der Elbe beim Fähranleger Hoopte auf niedersächsischer Seite eingelegt, wo sich seit einigen Wochen ein Mittelsäger aufhält. Diese Art ist allgemein im Hamburger Raum relativ selten und taucht unregelmäßig und meist nur für kurze Zeit auf Elbe oder Außenalster auf. Seit 2018 gibt es jedoch offenbar einen Vogel, den es jeden Winter zurück an diesen Elbabschnitt verschlägt, so dass die Art einigermaßen berechenbar für mein Big Year wurde. Nach kurzer Suche fand ich ihn schließlich im Verbund mit ...

Der erste echte Birding-Tag

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Birding hat eine Eigenschaft, die gleichzeitig Segen und Fluch ist: Birden kann man immer und überall. Mich als Birder freut das natürlich sehr. In meinem Umfeld kann das allerdings auch immer mal wieder die Nerven strapazieren, denn bei jedem Spaziergang oder auch nur beim aus dem Fenster gucken nehme ich alle Vögel um mich herum wahr und wenn da was Spannendes dabei ist (und am Anfang des Jahres sind ALLE Arten sehr spannend, sogar Straßentauben), dann kann es passieren, dass ich ohne Vorwarnung stehenbleibe oder plötzlich woanders hingucke. Natürlich versuche ich es dieses Verhalten auf ein akzeptables Maß herunterzufahren, trotzdem konnte ich in den ersten sieben Tagen des Jahres 2022 44 Vogelarten beobachten, ohne ein einziges Mal wirklich birden gewesen zu sein. Mit Ausnahme der Vögel vom Sterntaucher waren alle Vögel bislang mehr oder weniger Zufallsbeobachtungen bei Spaziergängen oder z.B. auf dem Weg zum Arzt.  Eine neue Hamburgart für mich, leider nicht zählbar: Die Warze...

Der erste Twitch

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Eigentlich wollte ich erst am kommenden Samstag so richtig ins Big Year starten, doch dann kam heute pünktlich zur Mittagspause eine Nachricht in der Hamburger Orni-WhatsApp-Gruppe und wenige Minuten später saß ich im Auto. Auf einem Baggersee in Billbrook hatte ein Freund einen Sterntaucher entdeckt, definitiv keine alltägliche Art in Hamburg. In den meisten Jahren tauchen nur ein oder zwei Vögel auf, manchmal gar keine und häufig sind die Vögel nicht oder nur kurz twitchbar. Zum Beispiel, wenn sie auf der Außenalster landen, dort aber von den vielen Segelbooten nach wenigen Stunden verscheucht werden oder wenn sie im Mühlenberger Loch, ganz am anderen Ende der Stadt herumschwimmen. Nach 20 Minuten Fahrt war ich angekommen und direkt der erste Vogel, den ich auf dem Wasser schwimmen sah, war der erhoffte Sterntaucher. Aufgrund der eher großen Distanz und der suboptimalen Lichtverhältnisse schoss ich nur ein paar Fotos per Handy durch's Spektiv und eine halbe Stunde späte...

Auf geht's

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Das Jahr 2022 war gerade Mal eine halbe Minute alt, da flog eine ungewöhnliche Kombi aus Graugänsen, Stockenten und Ringeltauben vom Silvestergeböller aufgeschreckt über mich und meine Freunde hinweg. Abgesehen von einem Peak rund um Mitternacht dürften sich die Hamburger Vögel dieses Jahr aber über ein wesentlich (!) ruhigeres Silvester als sonst gefreut haben. Eigentlich war Feuerwerk dieses Jahr ja komplett verboten und die Vorvorjahresreserven dürften bei den meisten Knallfröschen größtenteils aufgebraucht gewesen sein. Für mein Big Year ist dieser Hattrick hoffentlich ein gutes Omen. Ausgeschlafen ging es dann am frühen Nachmittag durch den Hamburger Stadtpark, wo die einzige Zielart des Tages, ein Waldkauz, verschlafen aus ihrer Höhle blickte.    Waldkauz im Hamburger Stadtpark Mit Kernbeißer, Rotdrossel und co. war der Plan erstmal langsam die Standardarten auf die Jahresliste zu bekommen und am Ende des Tages hatte ich bereits 32 Arten geloggt. Das Big Year geht unspek...