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Die erste 200!

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Als ich mir überlegt habe ein Local Big Year in Hamburg zu machen, habe ich mir das äußerst ambitionierte Ziel gesteckt 200 Arten in Hamburg zu beobachten. Vor Beginn des Jahres hatte ich schonmal nachgerechnet, dass 190 machbar schien, 195 eine Menge Arbeit sein würde, aber 200 war so eine schön glatte Zahl und würde mich dazu anspornen es wirklich zu versuchen und das Big Year durchzuziehen. Beim Zusammenstellen des Regelwerks stellte ich jedoch bald fest, dass ich nicht nur das Hamburger Stadtgebiet beachten wollte, sondern auch die angrenzenden Bereiche, wie die Wedeler und die Winsener Marsch, welche von den Hamburger Ornithologen mehr oder weniger als zu Hamburg gehörig behandelt werden. So kommt es auch, dass Beobachtungen in diesen Randbereichen in den monatlichen Mitteilungen des Arbeitskreises Vogelschutzwarte Hamburg immer mit aufgeführt werden und interne Vergleiche, wer wieviele Arten in Hamburg gesehen hat, diese Bereiche in der Regel inkludieren. Dieses erweiterte Gebie...

Kurzes Update

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Über einen Monat habe ich nun hier nichts Neues geschrieben, auch wenn ich es mir regelmäßig vornehme. Aber das ist kein schlechtes Zeichen! Es bedeutet einfach, dass momentan so unfassbar viel in der Vogelwelt abgeht, dass ich einfach keine Zeit finde hier mal was längeres zu schreiben. Ich komme momentan fast täglich raus und sehe ganz tolle Sachen, von denen ich hoffentlich auch noch berichten werde, aber vorerst werde ich die wenigen freien Minuten, die mir bleiben für andere Dinge nutzen als für's Blog schreiben.Wen mein Fortschritt interessiert, der möge sich meine Artenliste anschauen, welche ich im Gegensatz zum Blog sehr regelmäßig update.  Das gestrige Birdrace hat dazu beigetragen, dass ich inzwischen kurz davor bin die 200 Vogelarten für's Berichtsgebiet zu knacken. Ob das auch für das Hamburger Stadtgebiet klappt weiß ich immer noch nicht, aber mit derzeit 184 Arten sieht es zumindest nicht ganz schlecht aus. Hier eine kleine Auswahl von Vögeln der letzten paar Wo...

Eulensuche

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Im Hamburger Raum kommen grundsätzlich acht verschiedene Eulenarten vor. Für mein Big Year wäre es natürlich super, wenn ich alle sehen oder zumindest hören kann. Wie sich jedoch die letzten Wochen gezeigt hat, ist das eine verdammt schwere Aufgabe, denn Eulen leben verdammt heimlich. Es gibt natürlich beträchtliche Unterschiede zwischen den Arten. Einen Waldkauz konnte ich gleich am 01. Januar im Stadtpark finden, ein halbes Dutzend weiterer Schlafplätze und etliche weitere Rufreviere kenne ich. Auch der Uhu hat mir wenig Sorgen bereitet. Auch wenn nicht jeder Anlauf bis jetzt erfolgreich war, so konnte ich die Art dennoch bisher an drei verschiedenen Orten im Stadtgebiet beobachten. Ein Uhu döst im Duvenstedter Brook Etwas größere Probleme bereiten mir hingegen Waldohreule und Schleiereule . Beide Arten brüten dutzendweise in Hamburg, das Problem ist nur, dass ich kaum sichere Reviere kenne. Jeweils ca. 5-10 Suchaktionen in Fischbek, den Vier- und Marschlanden oder an ehemaligen S...

Ungewöhnliche Gänse und ein seltener Kranich

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In den letzten Wochen hatte ich kaum eine freie Minute, denn wenn ich nicht gerade arbeiten war, standen ständig irgendwelche Termine mit Familie, Freunden, beim Sport oder natürlich beim Birden an. Ich bin einigermaßen viel rausgekommen in den letzten Wochen, auch wenn es für ein Big Year natürlich immer noch mehr sein könnte. Es sind eine Menge spannender Arten zusammengekommen, weshalb ich nun versuchen möchte die Ereignisse der letzten Wochen nachzuarbeiten. Mitte Februar zog es mich zum Kleinen Brook neben dem NSG Reit, wo zwei Kurzschnabelgänse entdeckt worden waren. Sehr zu meinem Erleichtern waren diese bei meiner Ankunft am nächsten Morgen weiterhin anwesend. Meine Sorgen waren unberechtigt, denn einen Monat später sind sie immer noch anwesend. Kurzschnabelgänse sind spärliche Wintergäste in Norddeutschland, meist sitzen sie alleine oder zu zweit zwischen anderen nordischen Gänsen. Die Art wurde zuletzt fast in jedem Jahr in Hamburg gemeldet, ich hatte dennoch große Sorge, ob ...

Bergfest!

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Inzwischen haben mich einige Rückmeldungen zu den Braut- und Mandarinenten erreicht. Der Grundtenor davon war, dass ich nicht allzu streng sein soll und ich die Vögel ruhig zählen kann, was ich dann jetzt wohl auch machen werde. Direkt im Anschluss kam ich noch in Neugraben vorbei, wo ich mir eine Rebhuhn-Sichtung erhoffte. Das klappte zwar leider nicht, dafür gab es aber zwei andere Überraschungen, die nicht so ganz zur Jahreszeit passen: Ein überwintendes Schwarzkehlchen in Neugraben war durchaus überraschend... ...noch überraschender war es allerdings einen 20er-Trupp von 20 Girlitzen zu finden Diese Waldohreule in Stade saß leider ein paar Kilometer außerhalb des Berichtsgebiets Im Anschluss fuhr ich noch zur Bunthäuser Spitze, womöglich der beste Spot in Hamburg um Bartmeisen zu sehen. Tatsächlich stellte sich dieser Abstecher trotz einbrechender Dunkelheit als voller Erfolg heraus, denn abgesehen von einer Bartmeise, sah ich noch eine Wasserralle und zwei Waldschnepfen. Zwar all...

To count ot not to count? That is the question!

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Winter ist ganz offensichtlich Entenzeit. Wie schon in den letzten drei Postings, wird dieser Beitrag vor allem Entenbildern geziert werden. Wieder geht es um sehr hübsche Enten, diesmal auch zu einhundert Prozent auf Hamburger Boden. Diesmal habe ich allerdings eine Frage an euch, denn ich bin mir nicht sicher, wie ich mit ihnen umgehen soll. Auf dem Heimweg von einer Kartierung bei Stade kam ich durch Francop. Da hier in den letzten Jahren regelmäßig Braut- und Mandarinenten beobachtet wurden, hielt ich am Brackenburger Brack an und fand sofort die gesuchten Vögel. Leider sind einige Hamburger Stadtteile südlich der Elbe äußerst schlecht durch Vogelbeobachter abgedeckt und so handelt es sich um die erste Meldung von Brautenten in Hamburg für das Jahr. Ganz generell kann man wohl sagen, dass das Wissen zum Vorkommen dieser Arten in Hamburg eher schlecht ist. Brautenten konnte ich in Hamburg bereits in drei Regionen beobachten: Noch vor meiner eigentlich Birdingzeit irgendwann in den 2...

Schlechtes Timing

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In den letzten zwei Wochen hat es nur eine einzige Art auf meine Big Year-Liste geschafft. Am Klärwerk Köhlbrandhöft hatte ich eigentlich auf eine Gebirgsstelze oder Heringsmöwe gehofft, stattdessen fand ich Stare, die Klärwerkskarussell fuhren. Das war zwar lustig anzuschauen, davon abgesehen heißt es jetzt aber seit inzwischen 13 Tagen: Nichts, nada, niente.  Für die Arbeit hocke ich derzeit fast nur vor dem PC im Home Office. Ich freue schon tierisch darauf, dass die Kartierungssaison bald endlich wieder losgeht. Am Samstag hab ich dann halbwegs spontan entschlossen, dass ich mir die prächtige Prachteiderente bei Kühlungsborn nicht entgehen lassen kann. Das brachte mir zwar eine tolle Beobachtung von eben jener Ente, aber eben nichts für meine Big Year-Liste.  Ein wirklich herrlich anzuschauender Vogel! Das Wetter hätte ein bisschen freundlicher sein dürfen... Mir war gar nicht klar, dass Prachteiderenten so ein V an der Kehle haben Eisente im Flug Mein erstes halbwegs pass...